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Monatsrückblick April 2026: Eine Lesung, ein Fehler und 7 Gründe, warum ich das Schreiben liebe

  • Autorenbild: Vanessa
    Vanessa
  • 2. Mai
  • 4 Min. Lesezeit

Mein Monat April in zwei Bildern (hat auch was dem Fehler zu tun)
Rückblick April 2026

Mein Highlight im April war natürlich die Lesung im Vanille in Mühltal bei Darmstadt. Dank der wunderbaren Anette durfte ich endlich mal wieder aus meinem Roman Schwarzer Kater vorlesen. Aber leider habe ich einen Fehler gemacht (weil ich etwas nicht gemacht habe). Das passiert mir bei der literarischen Wanderung im Mai hoffentlich nicht! Außerdem möchte ich wieder mehr schreiben - weil ich das aus verschiedenen (nämlich sieben) Gründen liebe.



Lesung im Vanille und ein Fehler


Das sind Anette und ich nach der Lesung: Tot aber glücklich!
Anette und ich

Am 19. April war es mal wieder so weit. Endlich wieder eine Lesung! Es ist ja so: ich habe vor einem Jahr bestimmt nicht geglaubt, dass ich mich auf eine Lesung freuen könnte. Dafür mussten erst ein paar Glaubenssätze umprogrammiert werden. Offenbar ist das gelungen und so bin ich frohen Herzens nach Mühltal (bei Darmstadt) ins wunderbare Restaurant Vanille gefahren. Ein bisschen spannend war es schon, denn wir haben alles ohne Voranmeldung gemacht. Zwischen fünf und fünfzig Leute würden kommen, soviel war klar. Am Ende waren es knapp dreißig. Die großartige Anette hat einen tollen, französischen Brunch gezaubert und meine Lesung lief auch richtig gut. Inklusive tolle Gespräche, schöne Atmosphäre, und viele, die das Buch weiterlesen wollen. Unser Buch + Wein-Paket wurde auch gern genommen, ein wunderbare Geschenkidee für Geburtstage oder Hochzeiten. Aber einen Fehler habe ich dann doch gemacht:

Das wunderschöne Vanille (noch leer, aber mit zauberhaften Sonnenstrahlen)
Das Vanille (noch leer...)

Ich habe vergessen, zu fotografieren. Aaargh. Deshalb kann ich Euch nur zwei anbieten: Ein Selfie mit mir und Anette und ein Foto vom noch leeren Restaurant. Shit happens. Ich gelobe Besserung! Aber seht mal, wie schön die Sonne da reinscheint.



Erste literarische Wanderung am 10. Mai


Am 10. Mai biete ich gemeinsam mit der wunderbaren Sissi Steuerwald eine Lese-Wanderung durch die Weinberge mit anschließender Weinprobe im Weingut Dr. Dahlem an. Um 14 Uhr schnüren wir die Wanderstiefel und werden (bei hoffentlich strahlendem Sonnenschein) von historischen Gemäuern (die gibt es in Oppenheim reichlich) zu wunderbaren Ausblicken (dito) spazieren. Kurze Stopps mit Lesestellen inklusive! Es sind noch Plätze frei, also einfach eine Mail an info@weingut-dahlem.de schicken und schon seid Ihr dabei. Wir starten am Weingut Dr. Dahlem und kehren auch dahin wieder zurück (denn dann ist ja da die Weinprobe) Alles zusammen nur 25 EUR! 


Jetzt wird's persönlich: Sieben Gründe warum ich das Schreiben liebe


1.        Meine Welt, meine Figuren

Wo kann man schon alles bestimmen und lenken? Im echten Leben sicher nicht, nicht mal ein König kann das. Die Welt ist eben die Welt und macht, was sie will. Anders beim Schreiben. Hier kann ich selbst festlegen, wie das Wetter ist, ob ein Hund über die Straße läuft oder zwei Autos gegeneinander fahren. Oder was auch immer.

Wobei – so ganz stimmt das auch nicht. Denn wenn die Figuren wirklich stimmig sind, dann fangen sie von allein an zu handeln. Das wäre dann Punkt 2 😊 


2.        Wenn Figuren lebendig werden

Wenn Figuren lebendig werden, dann bin ich tief im Schreibflow. Ab und zu passiert es dann, dass ganz unvorhergesehene Dinge beim Schreiben geschehen. Oder eine Figur sich partout weigert, etwas zu tun, was ich mit ihr plane. Das ist ein toller Moment, irgendwie magisch, der meistens dann passiert, wenn ich gerade nicht damit rechne. Überhaupt finde ich gerade das Unvorhergesehene am Schreiben wirklich toll (Punkt 3!)

 

3.        Immer anders, immer neu

Manchmal, wenn ich meinen Laptop aufklappe, habe ich das Gefühl, dass ich gerade jetzt gar keinen richtigen Zugang zu meiner Geschichte bekomme. Ich habe nicht viel Zeit zum Schreiben, also probiere ich es trotzdem. Am liebsten morgens, da sind die Selbstzweifel noch etwas schläfrig. Und siehe da, ein paar Sätze später funktioniert es doch! An anderen Tagen, wenn ich es kaum erwarten kann, wieder etwas zu schreiben, will es gar nicht so richtig sprudeln. Aber auch dann ist es wichtig, wenigstens ein bis zwei Sätze zu schreiben. Im Laufe des Tages, wenn ich ganz andere Sachen mache, dann kommen neue Formulierungen und Szenen wie von ganz allein. Und ich weiß: Es hat sich mal wieder gelohnt.

 

4.        Kreuz und quer, wie ein Puzzle

Schreiben darf auch wunderbar kreativ und chaotisch sein. Klar braucht man einen Rahmen und muss wissen, wohin es mit den Figuren gehen soll. Aber es gibt keine Regel, die sagt, ich muss beim ersten Kapitel anfangen und beim letzten aufhören. Ich schreibe gerne in der Mitte der Geschichte los und dann wieder hier und da. Scrolle herum, bleibe irgendwo hängen und schreibe genau da weiter.  Wie ein großes Puzzle wächst die Geschichte von ganz verschiedenen Seiten zusammen.

 

5.        Sich von anderen Texten anregen lassen

Wenn ich ein Buch lese und es mich richtig packt, dann sehe ich für eine Weile die Welt aus der Sicht des Autors. Alles um mich herum beschreibe ich dann im Kopf mit seinen Worten. Ich frage mich dann: Wie hat er das gemacht, dass er mich in seine Welt reinholt? Und ganz intuitiv fließt seine Sprache irgendwie auch in meine Texte rein.

 

6.        Gefühle werden zu Worten und Worte zu Gefühlen

Beim Geschichtenschreiben geht es natürlich nicht nur darum, dass ich besonders viel Spaß habe. Sondern Du als Leser sollst mitfiebern! Am liebsten bin ich richtig nah dran an meinen Figuren und versuche das, was die Figur fühlt und bewegt, über meinen Schreibstil und die Dynamik der Geschichte zu transportieren. Ich habe schon mehrmals über mein Buch „Schwarzer Kater“ gehört, dass das Besondere der Figuren darin ist, dass sie weitgehend ohne Beschreibung auskommen. Das, was sie ausmacht, eröffnet sich dem Leser durch ihr Verhalt und ihre Gedanken.   

 

7.        Stundenlang an irgendwelchen Sätzen herumfeilen, yeah!

Ich bin ein ungeduldiger Mensch und gar nicht perfektionistisch. Aber beim Schreiben schon! Gerne feile ich an irgendwelchen Sätzen herum, bis ich zufrieden bin. Oder schrumpfe ganze Abschnitte zu einem Satz zusammen. Denn: oft sagt eine Andeutung viel mehr als eine langwierige Beschreibung. Wenn das gelingt, ist das ein fantastisches Gefühl!


 
 
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